Mittwoch, 18. Mai 2016

J.A. Konrath: Der Lebkuchenmann (Jack Daniels 01)


Ein skrupelloser, sadistischer Mörder macht die Straßen Chicagos unsicher: mit bisher unbekannter Grausamkeit foltert der Lebkuchenmann seine weiblichen Opfer und entsorgt die Leichen in Müllcontainern. Lieutenant Jaqueline Daniels, von allen Jack genannt, übernimmt den Fall mit hoher medialer Aufmerksamkeit und rückt so schnell selbst ins Visier des Täters…

Jack Daniels ist eine Frau mittleren Alters, die an chronischer Schlaflosigkeit leidet und mit einem bissigen Humor punkten kann, aber keinen Mann zu halten vermag. Recht viel mehr kann ich auch nach Ende des Buches über den Hauptcharakter der Jack-Daniels-Reihe nicht sagen. Denn obwohl der Fokus knapp vierhundert Seiten lang abwechselnd auf ihr und dem Täter liegt, lernt man sie nicht besonders gut kennen. Ganz zu schweigen von ihrem Partner Herb, der ganz zu schweigen vom Rest der Task-Force Lebkuchenmann doch mehr als blass bleibt. Letztere wird kaum erwähnt, und man könnte fast meinen, die zwanzig Leute die sich um den Fall kümmern, existieren überhaupt nicht.
Dann sind da noch die beiden Jungs vom FBI, die Jack eigentlich bei ihren Ermittlungen unterstützen sollen, jedoch nur mit abstrusen Täterprofilen um die Ecke kommen. Sie wurden dermaßen überspitzt dargestellt, dass ihre Rolle bei mir nur noch lächerlich und unglaubwürdig rüberkam.
Unglaubwürdig war für mich auch die Auflösung des Falls, genaueres kann ich da leider nicht sagen ohne zu spoilern. Jedenfalls hat dieses Ende für mich auch noch einen extra Punkt abgezogen bekommen.
J.A. Konraths Schreibstil in dieser Geschichte war im Gegensatz aber sehr einfach und spannend zu lesen, sodass trotz der bereits beschriebenen Mängel diese Geschichte flüssig zu lesen war.
Jacks Humor war sehr okay, das Setting Chicago auch mal was anderes als das übliche L.A., Miami und Co, leider hat mich dieser Thriller aber dennoch nicht überzeugen können.

Fazit: Konnte mich mit den blassen Darstellern und der unglaubwürdigen Auflösung leider nicht überzeugen. Jack Daniels erster Fall erhält daher von mir keine Leseempfehlung. Schade, ich hatte mir mehr erhofft. 

Bewertung:


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