Donnerstag, 19. Mai 2016

James Grippando: Cash Landing - Der Preis des Geldes


Nachdem Ruban sein Haus und sein Restaurant unverschuldet an die Bank verliert, beschließt er, das Glück selbst in die Hand zu nehmen: Jeden Tag landen Flugzeuge mit riesigen Mengen Bargeld an Bord auf dem Miami Airport, die für die Federal Reserve Bank bestimmt sind. Zusammen mit seinem nichtsnutzigen Schwager Jeffrey und dessen kleinkriminellen Onkel Pinky stiehlt er in einem Überfall sieben Millionen Dollar. Dies ruft nicht nur das FBI auf den Plan: Die Möchtegern-Gangster sehen sich plötzlich mehr und mehr im Fokus von wirklich schweren Jungs - nicht zuletzt dank Jeffreys zunehmender Eskapaden. Während Ruban versucht seinen Schwager im Zaum und ihnen FBI und Verbrecher vom Hals zu halten, muss er erkennen: Die richtigen Probleme fangen mit dem Geld erst an!

Der Plot um Ruban, seinen drogensüchtigen Schwager Jeffrey und dessen Kriminellen Onkel Pinky beruht auf einer wahren Geschichte, die James Grippando zu einem temporeichen und unvorhersehbaren Krimi umgemünzt hat, bei dem man einige Sympathien für zumindest einen aus dem räuberischen Trio aufbringt. Die Story und die Idee fand ich super, Ruban ist an und für sich ein wirklich netter Kerl, der dank eines fadenscheinigen Kredites und der Finanzkrise alles an die Bank verloren hat. Außerdem begleitet der Leser hier mal nicht die Guten von FBI oder Polizei, sondern man erlebt die Geschichte hauptsächlich aus Sicht von Verbrecher Ruban, der es gar nicht leicht hat, seine erbeuteten Millionen beisammen zu halten. 
Der Autor besticht mit einem ausgewogenen Perspektivenwechsel zwischen Ruban und Andie Henning vom FBI. Und zudem mit seinem flüssigen, schnörkellosen und spannenden Schreibstil, denn in „Cash Landing“ kennt man das Wort langweilig einfach nicht. Der Verlag hätte allerdings etwas mehr ins Lektorat investieren können, denn die doch recht zahlreichen Rechtschreibfehler haben meinen Lesefluss oft etwas in Stocken geraten lassen.


Fazit: Eine gelungene Geschichte über den „Preis des Geldes“, die zeigt dass nicht alles Gold ist was glänzt und das glänzende ziemlich viele miese Typen anzieht. Beim Lektorat ist aber leider noch Luft nach Oben, hier müsste dringend nochmal nachgearbeitet werden.

Bewertung:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen