Donnerstag, 8. September 2016

Heike Köhler-Oswald: Mörder lauf Galopp


Im Thüringischen Kleinroda wurde auf Leonie Ritters friedlich grasende Pferde geschossen. Da ihre beste Freundin und Polizistin Paula Mälzer keine Zeit für diesen Fall hat, stellt die wütende Frau gemeinsam mit dem Rest des Dorfes eine Bürgerwehr auf. Mit fatalen Folgen, denn bereits zwei Tage später liegt die Leiche des Bauers Horst Pfeifer mit Pfeilen gespickt im Graben…

Heike Köhler-Oswald hatte mich mit einem spannenden Plot und dem idyllischen Dorf-Setting schnell am Haken, und auch der Prolog aus Sicht des Täters versprach einen mitreißenden Kriminalfall im beschaulichen Thüringen.
Leider wurde ich aber ziemlich flott ins Kalte Wasser der unsympathischen Darsteller geworfen.
Paula glänzt eher mit Alkoholkonsum und Zigarettenpausen als mit Ermittlerkunst, Dorfpolizist Jan war mir zu naiv und Liebesblind. Der Jenaer Kollege Tom hätte es rausreißen können, wirkte aber trotz seiner Leidenschaft für Cowboystiefel ziemlich blass.
Der Schreibstil der Autorin ließ sich aber schön flott und schnörkellos lesen, war hin und wieder aber fast etwas zu direkt, sodass kaum Emotionen bei mir ankamen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass durch ein paar eigentlich recht spannenden Situationen etwas durchgehastet wurde.
Es hätten für mich gerne ein paar Seiten mehr im Buch sein dürfen, die der Geschichte mehr Zeit und Raum zur Entwicklung hätten geben können.


Fazit: Leider hat mich dieser Kriminalfall nicht von sich überzeugen können. Daher leider keine Leseempfehlung von mir.

Bewertung:

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